Bei der Deutschen Amputierten-Fußball-Bundesliga läuft die dritte Saison und Schiedsrichter Heiko Kreutz aus dem Fußballverband Rheinland berichtet von seinem Einsatz.
„Die Regeln sind schnell erklärt“, so der Schiedsrichter aus Cochem, „Auf einem Kleinspielfeld mit einer Größe von 40 x 20 Metern wird im Format fünf gegen fünf auf Handballtore gespielt. Die Feldspieler müssen eine Beinamputation oder Beinverkürzung haben, die Torleute eine entsprechende Armamputation. Die Spieler kicken ohne Beinprothese mit nur einem Bein und bewegen sich auf Krügen. Diese gelten als verlängerter Arm und wichtig ist noch, dass der Ball auf keinen Fall mit dem Beinstumpf gespielt werden darf“; erläuterte Kreutz die wichtigsten Rahmenbedingungen für diese besondere Variante des Fußballs.
Die Spiele werden in Turnierform mit mehreren Spielen pro Tag und insgesamt vier Mannschaften ausgetragen. Der amtierende Deutsche Meister ist die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf. „Die Spieler gehen zwar fair miteinander um, aber der Ehrgeiz und der Einsatzwille sind sehr ausgeprägt. Im Turnierverlauf brechen auch mal Krücken, aber es herrscht ein sehr respektvoller Umgang untereinander, auch mit den Schiedsrichtern“, befindet der Unparteiische.
Resümierend stellt Schiedsrichter Heiko Kreutz nach dem Einsatz fest, dass es „ein tolles Erlebnis mit einem außergewöhnlichen Gemeinschaftsgefühl für alle Aktiven war. Ich möchte jeden Fußballbegeisterten, besonders diejenigen mit einer Beinamputation, dazu animieren, sich dieses Projekt anzuschauen. Der Verein „Anpfiff ins Leben e.V.“ ist hier der erste Ansprechpartner und unter https://www.anpfiffinsleben.de/ erreichbar. Weitere Informationen zum Spielbetrieb gibt es unter https://www.amputierten-fussball.de/bundesliga/.
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